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Gerrit Thomas Rietveld wurde in Utrecht als Sohn eines Möbelschreiners geboren Mit elf Jahren begann er in der Werkstatt seines Vaters zu Arbeiten. 1911 machte er sich als Schreiner selbständig und studierte Architektur an der Abendschule unter der Leitung des Architekten P.J.C. Klaarhammer. Im Jahre 1908 hatte er bereits seine ersten Möbelstücke entworfen. Von 1917 bis 1918 entwarf er den Rot - Blau - Stuhl und wurde 1919 eines der ersten Mitglieder der De - Stijl - Bewegung. Einer Vereinigung von Malern, Architekten und Schriftstellern, die sich mit dem Programm einer radikal erneuerten Kunstrichtung beschäftigte. Ihr Stil wurde namentlich entwickelt von dem Maler Piet Mondrian und dem Architekten Theo van Doesburg, hatte jedoch den Ausgangspunkt im Kubismus, gleichzeitig vereinigt mit strenger geometrisch Ordnung. |
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Sein berühmter Stuhlentwurf „Rot-Blau“ wurde zum ersten Mal in der Zeitschrift „ De Stijl“ veröffentlicht und in die Bauhaus - Ausstellung von 1923 aufgenommen. Zu Rietvelds wichtigsten Architekturaufträgen gehörte das Schröder - Haus (1924). 1927 entwarf er einen Stuhl aus gepresstem Aluminiumblech, und 1957 schuf er eine Serie von Stühlen aus gebogenem Metallrohr. Mit seinem letzten Entwurf, dem Steltman - Stuhl von 1963, kehrte er zu Massivholzelementen und zum geometrischen Formalismus zurück. Vorläufer der Moderne waren der Schotte Mackintosh, die Wiener Loos, Wagner, Hoffmann und Moser. In den Vereinigten Staaten war es Frank Lloyd Wright und in Hamburg Peter Behrens, der in München, Darmstadt, Berlin und Wien gearbeitet hatte. Der deutsche Werkbund und die Kunstgewerbeschule von Weimar waren die kulturellen Referenzen, aus denen sich das Bauhaus entwickelte. |
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Die „de-stijl“-Periode war eine große Zeit mit großen Namen, wie z. B. Mies van der Rohe, Gropius, Breuer, Klee, Feininger und Schlemmer. Die Meister des Bauhaus in Frankreich waren Le Corbusier und in England Eileen Gray. Das Schröder-Haus in Utrecht, entworfen von Rietveld, wurde streng nach den Prinzipien von „de stijl“- gebaut: Die Basisform ist ein Würfel, die Außenwände mit sehr viel Glas, so dass der innere und der äußere Raum eins sind, und mit mobilen Wänden im Innern. Außer dem Schröder-Haus baute Rietveld in Utrecht den niederländischen Pavillon an der Bienale in Venedig und das Van-Gogh-Museum in Amsterdam. |
| Im Jahre 1928 war er als niederländisches Mitglied Mitbegründer der CIAM (congrès international d´architecture moderne). In den fünfziger Jahren wurde ihm eine große Retrospektive in Utrecht zuteil, die seine Arbeit würdigte. Er erhielt eine große Anzahl von Auszeichnungen für Architektur, Design und Städteplanung und wurde mit dem honoris causa der Delfter Polytechnik-Schule geehrt. | |
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